Schüleroase: Hilfe bei Legasthenie u/o LRS sowie bei Konzentrationsschwäche
» 

Spezialausbildung: MSc. in klinischer Optometrie

 «
Die Master of Science in klinischer Optometrie weisen neben der Optikermeisterprüfung und Befähigungsprüfung zum Kontaktlinsenoptiker, zusätzlich auch noch einen Studienabschluß zum Master of Science in klinischer Optometrie an einer österreichischen oder international anerkannten Universität vor. Kerngebiete des Optometrie-Studiums sind unter anderem Pathologie, Physiologie und Pharmakologie, aber auch Kinderoptometrie, Anpassung komplizierter Kontaktlinsen und die Messung und Untersuchung von Personen mit eingeschränkter Sehfähigkeit.

Für uns Menschen ist das Sehen von größter Bedeutung. Er ist der Leitsinn, welcher uns eine sichere Orientierung im täglichen Leben ermöglicht. Die klinischen Optometristen sorgen sich für den Erhalt des guten Sehens bei ihren Mitbürgern.

Klinische Optometristen in Österreich
Die universitär ausgebildeten, klinischen Optometristen verfügen (inklusive der vorhergehenden Optikerausbildung) über mehr als 10 Jahre Ausbildung. Die österreichischen, klinischen Optometristen gehören damit zu den ersten Ansprechpartnern betreffend Augengesundheit und gutem Sehen.

Aus dem Portal Klinische Optometrie in Österreich.
Geschrieben am Samstag, 08. Juli 2006 von Optiker Online
Spacer
» 

Exkurs: Schriftsprache

 «

Die menschliche Sprache gibt es seit etwa 100.000 Jahren. Aber erst vor etwa 5.000 Jahren gab es die "Schriftsprache" in Form der Bildersprache. Dafür musste unser Gehirn aber noch nicht wirklich Neues lernen, da wir aufzeichneten, was wir sahen und dieses Bild von jedem anderen, der es sah wieder mit einem Wort benannt werden konnte.

Die deutsche Schrift entwickelte sich vor ca. 500 Jahren und fand durch die Druckkunst Gutenbergs eine größere Verbreitung, lesen konnte diese außer den Schriftgelehrten nur eine kleine, besonders gebildete Schicht. Erst vor rund 200 Jahren wurde durch die Einführung der Schulpflicht das Lesen und Schreiben Allgemeingut.

Spacer
» 

Exkurs: Zentrale Hörverarbeitung

 «

Mein Kind hört mir nicht zu
Oft haben die Eltern den Eindruck, dass ihr Kind "schlecht hört" - "alles muss ich ihm/ihr dreimal sagen" - sie gehen zum HNO-Arzt, dieser erstellt ein Audiogramm und bestätigt dann meistens ein gutes Hörvermögen, d. h., das Ohr ist gesund, die Schallaufnahme (das periphere Hören) ist in Ordnung. Was geschieht aber mit dem vom Ohr aufgenommenen Schallereignis?

Wir hören nicht nur mit den Ohren
Die Schallwelle wird über den Gehörgang zum Trommelfell geleitet und versetzt das Trommelfell in Vibration. Diese Vibration wird über die Gehörknöchelchenkette weiter in die Schnecke im Innenohr geleitet. Die in der Schnecke entstehende Wanderwelle wird in der Schnecke frequenzabhängig ausgeleitet und in Nervenimpulse umgewandelt. Diese Nervenimpulse wandern danach auf der Hörnervenbahn über 4 bis 6 Zwischenschaltstellen zum Sprachzentrum. Wenn nun die eine oder andere Zwischenschaltstelle nicht so gut mitarbeitet, tritt ein Effekt wie beim "Stille-Post-Spiel" auf: Es kommt auf der anderen Seite etwas anderes an als vorher losgeschickt wurde.
Die Beeinträchtigung dieser neuronalen Weiterverarbeitung wird als zentrale Fehlhörigkeit bezeichnet und ist in der Öffentlichkeit noch viel zu wenig bekannt.

Mein Kind ist leicht ablenkbar und kann sich nicht konzentrieren
Wenn die Nebengeräusche vom Kind viel lauter empfunden werden (Selektionsschwäche), nimmt es z. B. die Stimme des Lehrers viel schlechter wahr und muss sich viel mehr anstrengen, um am Unterricht aufmerksam teilnehmen zu können. Dadurch verbraucht es mehr Energie und benötigt viel mehr Erholungspausen. Das Kind schaltet dann entweder ab, oder wird unruhig und zappelig.

Karl Beinstein / Nutzschall / Zum Vergrößern auf das Bild klicken Karl Beinstein / Störschall / Zum Vergrößern auf das Bild klicken
Hörsituation des normal hörenden Schülers Hörsituation des fehlhörenden Schülers

Da die Aufnahmefähigkeit schneller abnimmt, führt der Mangel an Konzentrationsfähigkeit zu einem Rückgang der Mitarbeit und einem mangelhaften Erwerb des Unterrichtstoffes - es entstehen Wissenslücken.
Durch die einsetzenden Misserfolge erlebt sich das Kind dann oft selbst als dumm und unbegabt. Die Bereitschaft in diesem Bereich zu üben nimmt stetig ab. Um sich vor der ständigen Frustration und Blamage zu schützen, kommt es zu Vermeidungsstrategien und in weiterer Folge zu Verhaltensauffälligkeiten. Das Kind kommt dann zur Lernförderung oder zum Psychologen. Wird die Ursache dieser Verhaltensauffälligkeiten nicht erkannt, kann diesen Kindern auch nicht wirksam geholfen werden - der Leidensweg geht weiter.

Die zentrale Hörverarbeitung wird von der Qualität der Nervenverbindungen bestimmt. Diese Nervenverbindungen können durch ein Hörwahrnehmungstraining verbessert und ausgebaut werden: Wirkweise des Hörwahrnehmungstrainings

Beeinträchtigungen beim Hören können Sie in der Sprachentwicklung, bei der Konzentrations- und Merkfähigkeit und dem Verhalten erkennen: Checkliste "Belastungszeichen Hören"

Weiterführende Informationen:

Wirksamkeitsnachweise (Untersuchungsberichte, Fallbeispiele, Anwenderberichte) 

Spacer
» 

Exkurs: Zentrale Sehverarbeitung

 «

Die Augen des Schulkindes müssen besonders viel leisten
Die Augen von Schulkindern werden im Klassenzimmer besonders gefordert. So erfordert z. B. der Blickwechesel Heft - Tafel - Heft - ... eine ständige Umstellung der Sehschärfe von Nah auf Fern, das Lesen und Schreiben wiederum ein korrekte Steuerung der Augen bzw. eine gute Auge-Hand Koordination.
Gutes Sehen vereint viele verschiedene Fähigkeiten, die zusammen dem Kind nicht nur ein beschwerdefreies scharfes Sehen ermöglichen, sondern auch die richtige Verarbeitung dessen was die Augen aufgenommen haben.

Einäugiges Sehen
Gutes einäugiges Sehen erfordert eine gesunde Netzhaut, ein optimales zentrales Sehen (Sehschärfe) und intaktes peripheres Sehen (Gesichtsfeld) sowie die Beweglichkeit der Augen in alle Blickrichtungen (Motorik). Außerdem muss das Auge in seiner Baulänge (Achslänge des Augapfels) mit den optischen Bedingungen (Brechkraft der Hornhaut und der Linse) übereinstimmen - stimmen diese nicht überein, kommt es zur Übersichtigkeit (Hyperopie), Kurzsichtigkeit (Myopie) und/oder Stabsichtigkeit (Astigmatismus).

Beidäugiges Sehen
Gutes beidäugiges Sehen erfodert eine korrekte Augenstellung (Parallelstellung der Augen) sowie die Fähigkeit durch Brechkraftveränderung (Akkommodation) und Stellungsänderung (Konvergenz) beschwerdefrei von der Ferne auf die Nähe und umgekehrt umzustellen.
Gutes beidäugiges Sehen bedeutet, dass das linke und rechte Auge die gleichen Bilder an das Gehirn liefert (Simultansehen) und diese zu einer sinnvollen Wahrnehmung verschmolzen werden können (Fusion). Dann entsteht aus den beiden zweidimensionalen Abbildungen auf der Netzhaut ein dreidimensionale, räumliches Bild (Stereosehen).

Wenn die Buchstaben wackeln und das Lesen "blöd ist"
Öfters ist die exakte Koordination der beiden Augen nur teilweise oder nur mit einer sehr großen zusätzlichen Anstrengung möglich. Wenn es dem Kind nur zeitweise gelingt , die Bewegungen der beiden Augen exakt zu koordinieren, kommt es zu unscharfen Wahrnehmungen und zu Doppelbildern. Da das Gehirn diese Doppelbilder nicht verarbeiten kann entsteht ein Wettstreit zwischen den beiden Augen. Das Gehirn wehrt sich gegen diese Verwirrung mit oft untauglichen Mitteln, z.B. dass es beide Wahrnehmungen abwechselnd unterdrückt, so dass dauernd Lücken entstehen, Buchstaben ausgelassen, Wortteile übersprungen oder verkreuzt werden.
Diese Kinder haben einen sehr hohen zusätzlichen Kraftaufwand beim Lesen, dies führt zu einem schlechten Textverständnis (die ganze Energie wird für den Erkennungsprozess benötigt) sowie zu einer raschen Ermüdung und mangelnden Konzentration. In weiterer Folge lehnen diese Kinder das Lesen oft ab: "Lesen ist blöd".

Fiele, file, viele Rechtschreibfehler
Kinder mit einer Beeinträchtigung in der Sehverarbeitung können keine sicheren Wortbilder aufbauen. Beim Diktat oder freien Schreiben lautieren sie, wenn sie unsicher sind und schreiben daher oft orthografisch falsch. So entstehen auch die unterschiedlichen Schreibweisen des ein und selben Wortes im gleichen Text z.B. viele, fiele, file, vihle, usw.
Den Kinder mit einer mangelhaften Augenkoordination passieren oft auch mehr Fehler beim Abschreiben als beim Diktat.

"Mama mein Kopf tut so weh!"
Ist die Scharfstellungsfähigkeit der Augen u/o das räumliche Sehen beeinträchtigt können vor allem bei länger andauernden Lese- und Schreibanforderungen große Schwierigkeiten auftreten die in weiterer Folge auch körperliche Beschwerden wie Bauchschmerzen (vor allem bei jüngeren Kindern), Kopfschmerzen, Spannungs- oder Druckgefühl im Augenbereich, u. a. m. hervorrufen.

Träumeliese und Zappelphilipp
Wenn die Sehverarbeitung beeinträchtigt ist wird das Lernen in der Schule und zu Hause sowie die aktive Teilnahme am Unterricht anstrengend und mühsam. Das Kind verliert dann die Lust am Lesen - "Lesen ist blöd" -, hat ein schlechte Schrift, kann sich nicht gut konzentrieren, zieht sich zurück oder ist zappelig.

Wie können Sie weiter vorgehen?
Eine erste Orientierungsmöglichkeit bietet Ihnen unsere - von Fachleuten erstellte - Checkliste "Belastungszeichen Sehen (135 KB).

Mit Hilfe dieser Checkliste können Sie Anzeichen einer möglichen Beeinträchtigung der beidäugigen Sehverarbeitung zum Beispiel bei der Schrift, der Fein- u/o Grobmotorik und im Verhalten erkennen. Wenn Sie Belastungszeichen feststellen, sollten Sie die Augen Ihres Kindes sowie die beidäugige Sehverarbeitung und die Naheinstellungsfähigkeit der beiden Augen – bei einer dafür ausgebildeten Person – überprüfen lassen.

Unsere Empfehlung:
Wir arbeiten seit 2005, zum Wohle der Kinder und zur Zufriedenheit der Eltern, mit Herrn Wolfgang DUSEK B.Sc. M.Sc. (Master of Sience in Clinical Optometry Pennsylvania College of Optometry) zusammen.

Herr Dusek wirkt als Direktor der Akademie für Optometrie in Wien und als Optometrist in freier Praxis. Er hat sich im Besonderen der Kinderoptometrie angenommen und im Rahmen seines Doktoratsstudiums (Ph.D.) eine Studie „über die Sehleistung bei österreichischen Schulkindern mit Lese-Rechtschreibstörungen“ erstellt. Diese Studie wurde von Experten geprüft und in einem internationalen Fachjournal für Augenärzte veröffentlicht.
Link zu den Studien: Studie 1 und Studie 2

An dieser Studie haben 1.153 ostösterreichische Kinder zwischen 7 und 14 Jahren teilgenommen. Davon hatten 825 eine Lesestörung. Nach der optometrischen Vermessung stellte Herr Dusek fest, dass bei 65% der Lesestörungen eine beidäugige (binokulare) Sehstörung zugrunde lag. Nach der Verordnung einer geeigneten Brille konnten in fast allen Fällen die Leseschwierigkeiten deutlich verbessert oder ganz beseitigt werden. Hier finden Sie eine Aufstellung der in der Studie angewendeten Messverfahren: Empfohlene Überprüfungen der ein- und beidäugigen Sehverarbeitung.

Mit dieser Aufstellung können Sie zu der Fachkraft Ihres Vertrauens gehen und um die Durchführung dieser Messungen ersuchen, und damit die beidäugige Sehverarbeitung und die Naheinstellungsfähigkeit der beiden Augen genau überprüfen lassen.

Kontakt: Wolfgang DUSEK B.Sc. M.Sc.
               Mariahilfer Straße 133
               1150 Wien
               Telefon (01) 892 36 25
               E-Mail: info@dusek.at
               Homepage: www.dusek.at

Weiter führende Informationen:

"Gestörtes beidäugiges Sehen und Schulversagen" (48 KB)
Ein Artikel von Dr. med. Uwe WULFF (Augenarzt)

"Fliegende Bäume - hat die Winkelfehlsichtigkeit Auswirkungen in Schule und Beruf?" (1,7 MB)
Ein Arbeit von Pascal WITTLICH (13-jähriger Gymnasiast), mit der er 2002 an dem Nachwuchswettbewerb "Jugend forscht" teilgenommen und den ersten Platz erzielt hat.

<-- Zurück zum Artikel Visualtraining

Spacer
» 

Checkliste "Belastungszeichen Hören"

 «
zum Artikel Mit dieser Checkliste können Sie überprüfen ob bei Ihrem Kind/Schüler Anzeichen für eine Beeinträchtigung der zentralen Hörverarbeitung vorliegen.
Ab drei bis fünf JA-Antworten empfehlen wir Ihnen einen Test durchführen zu lassen.
Mehr
Spacer
Sitemap Sitemap
zu den Favoriten

Diese Seite bookmarken: